Black Oar Studio · Maschinenraum 04
Fahrwerk Prüfstand
Das Hauptfahrwerk eines fiktiven zweimotorigen Turboprop-Flugzeugs, Bauteil für Bauteil. Ein Hydraulikzylinder schwenkt das Federbein über eine Knickstrebe mit Totpunktverriegelung in die Gondel, die Klappen laufen in fester Folge. Beim Aufsetzen rechnet ein Zwei-Massen-Modell Federweg, Kraft und Lastvielfaches.
Ziehen dreht · nach einem Klick zoomt das Mausrad · die Kamera „Seite" zeigt die Kinematik
Ablauf Ruhe
Das 3D-Modell braucht WebGL, das in diesem Browser nicht verfügbar ist. Die Diagramme rechts rechnen trotzdem.
- Ausgefahren und verriegelt, alle drei Fahrwerke
- In Bewegung oder nicht verriegelt
- Eingefahren und im Haken verriegelt
Hauptfahrwerk
Ausgefahren- Schwenkwinkel
- 0°
- Einfahrzylinder
- –
- Federweg
- –
- Federbeinkraft
- –
- Spitzenkraft
- –
- Lastvielfaches
- –
- Luftfeder statisch
- Luftfeder beim Stoß
- letzte Landung
- Kraft (kN, links)
- Federweg (mm, rechts)
- Statisch eingefedert
- –
- Max. Federweg
- –
- Reifen max.
- –
- Wirkungsgrad
- –
Datenblatt
- Bauart
- Hauptfahrwerk, fiktive Konstruktion für ein leichtes zweimotoriges Turboprop-Flugzeug
- Einziehen
- nach vorn, 90° Schwenk in die Triebwerksgondel, Klappen öffnen vorher und schließen danach
- Federbein
- Öl-Luft-Federbein, Kolben Ø 70 mm, Federweg 220 mm, Luftsäule 300 mm
- Reifen
- Ø 560 mm, progressive Kennlinie
- Knickstrebe
- 500 + 460 mm, im ausgefahrenen Zustand 4° über dem Totpunkt verriegelt, gesichert durch Verriegelungsstrebe und Feder
- Einfahrzylinder
- Kolben Ø 40 mm, Hub 311 mm, Hebel 220 mm am Federbeinkopf
- Bewegte Masse
- 70 kg (Federbein, Rad, Bremse)
- Fahrtwind
- 65 m/s beim Ein- und Ausfahren
- Aufsetzen
- 50 % der Landemasse auf diesem Fahrwerk, Auftrieb 2/3 des Gewichts, Rad dreht von 0 auf 42 m/s hoch
- Am Boden
- 45 % der Masse statisch auf diesem Fahrwerk, Einfahren durch den Bodenschalter gesperrt
So rechnet das Modell
- Das Federbein dreht um den Drehzapfen. Knickstrebe, Verriegelungsstrebe und Drehmomentschere werden in jedem Bild als Gelenkvierecke über Kreisschnitte gelöst. Die Zylinderkraft ist das nötige Moment aus Gewicht und Fahrtwind, geteilt durch den Hebelarm des Zylinders.
- Die Luftfeder folgt p·Vⁿ = konst. mit n = 1,1 für die statische Einfederung und n = 1,3 beim Stoß. Das Öl strömt durch eine Drossel, F = k·v·|v|, beim Ausfedern viermal stärker gedämpft.
- Der Landestoß läuft als Zwei-Massen-Modell (Flugzeuganteil und Rad) in Schritten von 0,02 ms. Der Reifen ist eine progressive Feder mit leichter Dämpfung, das Rad wird über Reibung auf Rollgeschwindigkeit gebracht.
- Beim Notausfahren fehlt der Hydraulikdruck. Das Federbein fällt durch Schwerkraft und Fahrtwind, eine Drossel bremst es, die Feder zieht die Verriegelung über den Totpunkt. Die Klappen bleiben danach offen.
- Alle Maße sind plausibel gewählt, gehören aber zu keinem realen Flugzeug. Das Modell zeigt Prinzip und Größenordnung, es ersetzt keinen Nachweis.